Thomas Hain
24.10.2010

begegnung die von stille träumt.

stahles blau entfaltet ein heute noch.

der tag hat keine schlieren.

mit dem ersten licht das grauen unter der haut abtasten.

im warmen mantel gefrorene gedanken besuchen.

flanieren wo die seele mit den schatten um das tiefste schwarz feilscht.

sternenübersät spüre ich geborgenheit.

jo grimm

04.10.2006

ich lege mich nieder.

zwischen all die fäden.

spüre haltlos grund.

festgezurrt im auf und ab der vor mir toten.

 

ich schau mich um.

trenne die augen von dem blick.

erkenne liegend vorgekautes.

erbricht sich immer fort in mich.

 

ich halte inne.

losgelassen fällt das nichts hinab.

gibt raum.

trägt auf goldenen händen mich hinüber.

 

Wann immer Seele eine Fläche findet,

prägt sich aus ihr ein endlos tiefer Raum,

dehnt sich haltloses Chaos wohlig aus.

Vielschichtig Geranztes drängelt sich,

noch vor die Sinne drückt es an die Oberfläche.

Der Geist beruhigt, lässt abreißen, überlässt der

Selbstvergessenheit, dem Lebendigen ein blutumträntes 

Schlachtfeld.

Auf der Stelle klebend, wird Inneres dem Totumzäunten

entrissen. Folgt eine Hand ohne Ziel einem Weg,

der niemals zuvor beschritten,

mit Aussicht die trägen Schatten scheucht.

Wird ahnbar, was immerfort dem tiefsten Selbst den

Drang, die Neugier stahl.

Die Sehnsucht, die hofft, erneut verführt zu werden.

Und immer da, die bald zärtlich hilflose Suche

nach dem Einem.

 

Jo Grimm 

 

 

23.09.2006

Ain Soph Aur


Die Schöpfung ist
In jeder Richtung
Unendlich

Du bist
der Punkt
An dem
die Reise beginnt

Und nur
einen Sinn
mag dein Dasein haben:

Den von Dir
geliebten
Teil der Schöpfung
in seiner
ganzen Herrlichkeit
bewußt
zu durchwandern


Frank Escherich